Montag, 23. März 2015

Lebensmittelfarben … oder AZOst du noch...

Da immer wieder die Frage nach Färben von Lebensmittel auftaucht, schreibe ich mal etwas zu diesem Thema.

Es gibt unterschiedliche Formen in welchen die Farben angeboten werden, z.B.:

- flüssige
- Pasten
- Puder
Von den flüssigen Farben rate ich allgemein ab, da die Deckkraft zu gering und die Einsatzmöglichkeit sehr eingeschränkt ist.
Ich persönlich färbe mit Pastenfarben, Puderfarben verwende ich nur für Akzente oder zum Teil weil es eine gewisse Farbe nicht anders erhältlich ist.

Somit beziehe ich mein Posting rein auf Pastenfarbe, diese ist einfach sehr vielseitig.
Mit Pastenfarbe kann man so gut wie alles einfärben: Fondant, Marzipan, Teig, Sahne, Buttercreme, weiße Ganache (Farbe muß fettlöslich sein), Getränke, man kann damit auch zeichen (mit Alkohol verdünnen) usw. Es gibt sehr viele Einsatzmöglichkeiten.
 
Diese Farben werden in unterschiedlichen Verpackungsformen angeboten, manche in Tuben, andere in kleinen Schraubbehältern. Es bleibt jedem selbst überlassen, welche Verpackungsart besser gefällt, ich persönlich bevorzuge jene in Tuben, da diese sich sehr leicht dosieren lassen.

Anfänglich bekommt man bei dem Überangebot an Farbnuancen Schweißausbrüche, jedoch kann ich euch beruhigen, denn es ist nicht notwendig alle zu besitzen. Ein gutes Grundsortiment ist vollkommen ausreichend, da man die Farben prima mischen kann. 

Ich empfehle den Kauf von „rot, gelb, grün, blau, schwarz und pink“. 

Einfach mal herum experimentieren: auf einem weißen Teller am Rand von unterschiedlichen Farben ein Klecks geben, mittig Alkohol (ich verwende Wodka) und dann mischen.

Natürlich gibt es auch unterschiedliche Anbieter, jeder hat da seinen eigenen Favoriten, meine sind die Farben von Dekoback.

Warum? Es sind meines Wissens nach die einzigen AZO-freien Lebensmittelfarben auf dem Markt.
Farben von Wilton sind zwar sehr intensiv, enthalten aber einen wahren AZO-Cocktail, ebenso die Farben von Sugarflair. Der Hinweis „ Kann die  Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen „ ist ein Zeichen von AZO. Ebenso die E-Kennzeichnungen:E 102, E 110, E 122, E 123, E 124, E 151.

Azofarben gehören zu den synthetischen Farbstoffen, diese werden aus Anilin (dieses aus Erdöl) hergestellt und kommen leider in vielen unserer Lebensmittel vor... sind ja, wie vieles zugelassen, bei Lebensmittelfarben aus dem Ausland kann die Zusammensetzung anders sein, meißt mehr Azostoffe.

Für mich haben die Dekoback-Farben noch einen weiteren Vorteil, ich mag Tuben. Damit kann man ohne Probleme die Farbe dosieren und muß nicht mit Zahnstocher herumhantieren – gerade beim Einfärben von Sahne oder Buttercreme etwas nervig, meißt hat man beim Rühren eh nur noch eine Hand frei. Die Färbekraft ist sehr gut, aber, da diese Azofrei sind müssen sie etwas großzügiger dosiert werden. Trotzdem immer vorsichtig dosieren (gibt für alle Farben), kräftiger geht immer ;)

Noch 2 weitere Argumente für meine Lieblingsfarben:
  1. ich bin eine Chaosbäckerin und meine Zutaten müssen schnell greifbar sein, ich bekomme die Dekoback-Farben in unserem Rewe (Backzutatenmäßig sehr gut sortiert)
  2.  es ist eine Firma hier in der Region und ich kaufe gerne regionale Produkte
 Und nun viel Spaß in der Farbenwelt der Backwaren, Speisen und Getränken.

Wer möchte, darf sich gerne diese recht interessante Seite anschauen, da gibt es auch  eine Tabelle wo übrall AZO-Farben verwendet werden:
Azofarbstoffe in Lebensmitteln



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